Nachhaltigkeit lohnt sich, unser Wald unsere Lunge

Obstzunft zu Ramstein
Zuständige Person: Fridolin Scherrer Telefon Privat: 061 761 33 37
Zweck Die Obstzunft zu Ramstein pflegt die Obstbäume, welche die Burgerkorporation Zwingen zur ökologischen Aufwertung des Landwirtschaftsgebiets auf der Erlen gepflanzt hat. Die im März 2005 gegründete Zunft ist auch für die Verwertung der Ernte zuständig. Zuvor hatte sich eine Arbeitsgruppe der Burgerkorporation um die Bäume gekümmert.
Seltene Hochstamm-Sorten
Die ersten 60 Bäume wurden im Jahr 2001 gepflanzt. Mittlerweile sind es gegen 150 Apfel-, Birnen- und Kirschenbäume. Es handelt sich um Hochstamm-Sorten aus der Region, von denen zum Teil nur noch wenige Bäume vorhanden sind.
Lebensraum Durch die neu gepflanzten Bäume werden nicht nur seltene Obstsorten vor dem Verschwinden bewahrt. Die Bäume sind auch Lebensraum für viele Vogelarten. Die von den Landwirten angelegten Buntbrachen dienen als Unterschlupf für die vom Aussterben bedrohten Feldhasen; zusätzlichen Lebensraum für Rehe bietet die von den Jägern gepflanzte Wildhecke.
Geschichte
Die Erlen war ursprünglich ein Eichenwald. Im Jahr 1836 beschloss die Gemeindeversammlung, den Wald zu roden und den Boden für den Ackerbau zu nutzen. Jede Burgerfamilie erhielt eine Jucharte Land zugeteilt, auf der sie Kartoffeln und Getreide anpflanzen konnte. Auf Initiative des Lehrers Bernhard Anklin wurden im Jahr 1890 gegen 500 Obstbäume gepflanzt. Im Lauf der Zeit haben immer mehr Zwingner ihren Pflanzplätz aufgegeben und das Land wurde verpachtet. Mit der zunehmenden Intensivierung der Landwirtschaft sind immer mehr der Ende des 19. Jahrhunderts gepflanzten Bäume verschwunden. Die Obstzunft nimmt eine alte Tradition in neuer Form wieder auf.

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